In Amerika legt Präsident Obama richtig los, kaum im Amt ändert er nicht nur die Kriegsstrategie des Vorgängers, nein er streicht auch die Fesseln für die Bundesstaaten und den Grenzwerten um den alternativen Energien den Vormarsch zu ermöglichen. Zeitgleich wird die irena.org ins Leben gerufen und soll ein internationales Sprachrohr zur Etablierung der erneuerbaren Energien werden. 100 Staaten haben sich dazu in Bonn versammelt. In Leipzig startet die Messe TerraTec und dort ist auch die Ver- und Entsorgungstechnik mit Kleinkläranlagen ein wichtiger Bereich. Rund 1 Million Anlagen werden vermutlich im nächsten Jahrzehnt alleine in Deutschland erstellt werden müssen und es wäre an der Zeit, dort ein Programm für ein Trennsystem mit Nährstoff- Recycling anzugehen.
Doch all diese Dinge sind nur ein kleiner Bereich der nötigen Veränderungen.
Ich sehe das wie im Biomarkt, der zwar durch Künasts EU BIO Siegel explodiert ist und sich zu einem lukrativen Marktsegment entwickelt hat, letztendlich aber für sich das Ziel hin zu einer nachhaltigen Entwicklung unseres Lebensstandards nicht maßgeblich beflügelt. So hilft es zum Erreichen des “grossen Zieles” kaum, immer bessere und noch ökologischer Produkte oder sozialverträgliche Produkte zu kaufen und in diesem begrenzten markt zu etablieren, – auch wenn dies richtig und erstrebenswert ist. Es braucht mehr.
Wir alle müssen zusammen aktiv werden, zusammen den “grossen” Markt angehen. Dieser Markt ist all das, was die Menschen konsumieren, das Normale, zumindest 90% davon. Dieser Anteil muss in Bewegung geraten, dieser Anteil hat das nötige Drehmoment, wenn er in Bewegung gerät wird sich was verändern.
Ein Physiker würde sagen, das Drehmoment ist Hebelarm mal Kraft, und an den Extremen wie dem Biomarkt ist halt zwar ein Extrem gut erfüllt, also ein langer Hebel da, doch die Kraft doch recht bescheiden.
Der grosse konventionelle Markt hat nicht nur viel Kraft, sondern auch nen grossen Bereich wo er wirkt. Da lässt sich mit kleinen Schritten viel erreichen. Das Drehmoment wird riesig.
Um dies anzugehen hat WasserundErde.de ja bereits angekündigt sich wieder lokaler zu positionieren. Zusammen mit den im Herbst installierten Web2.0 Tools wurde dort ein Produkte Wiki angelegt und dieses wird dem normalen Kunden ganz einfach ermöglichen, zu erfahren welche Waschmaschine, welches Verkehrsmittel, etc. es ist, mit dem die meiste Bewegung in den Markt kommt. Welche ist die mit dem geringsten Stromverbrauch?
Wenn dann plötzlich eine grosse Anzahl von Kunden die empfohlene Waschmaschine kauft, wird daraus ein Markteinfluss der Beachtung finden wird und die Konkurrenten des Herstellers motiviert wird, die Leistungen der Waschmaschine zu überbieten.
Vereinfacht gesagt, ist das ein Top Runner Programm von der Konsumenten Seite her und wird letztendlich aufgebaut sein wie die Wissensdatenbank von wikipedia, nur dass nicht jeder beliebig darin schreiben kann.
Mich ärgert es seit Jahren, dass die Leute in Berlin sich nicht wirklich bewegen, Minister Gabriel kennt das das Instrument gut und unternimmt trotzdem nichts. In Japan wurde das vor einem knappen Jahrzehnt bereits eingeführt.
Doch nun müssen wir es halt selbst in die Hand nehmen, und uns die besseren Produkte erzwingen. Unabhängig von der bisherigen Wirtschaft, frei und dann auch offen.
Ganz nebenbei werden damit natürlich noch viele andere positive Wirkungen erzielt.
Bisher sind es ganz wenige die Zugriff auf das Wiki haben, nun werden weitere Mitmacher und Unterstützer der ersten Stunde gesucht, die das Ding mit entwickeln bevor es in die grosse Öffentlichkeit startet.
Wer ist dabei?
Schreibt mir eure Vorstellungen, was ihr einbringen möchtet und auch was ihr dazu denkt.
Bernd