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Frohes Fest!

Allen meinen Lesern und Unterstützern wünsche ich ein geruhsames und frohes Weihnachtsfest.

Selbst werde ich etwas Ruhe einkehren lassen und versuchen über die kommenden Schritte nachzudenken. Schwerpunkte müssen herausgearbeitet werden und die Aktivitäten darauf angepasst werden.
Auch wird das neuste Projekt “KlimaZone” weiter geformt, nachdem die Erstausgabe auf durchwegs positive Resonanz gestossen ist.

Euer
Bernd

Alle Welt hat die letzten beiden Wochen nach Dänemark geschaut und der Minimalkompromiss macht wirklich nicht glücklich.
Ich war hier ruhig, – nichts gebloggt-, hab mich über die Vorab- Absagen der Kanzlerin gewundert, denn eigentlich sind weitreichende Absprachen ja ein positiver Wirtschaftsfaktor für die Nummer Eins der Umwelttechnologien Deutschland.
Der US-Präsident sprach von einem Schritt der erreicht wurde und nicht nur ich bin enttäuscht, nicht nur von ihm, nein, von allen dort.
Da wird vom 2° Ziel gesprochen und die Wissenschaft und aktuellen Rechenmodelle meinen, dass für dieses Ziel bis 2030 ein Nullausstoß weltweit erreicht werden müsste und ab 2030 eine aktive CO2 Entfernung aus der Atmosphäre begonnen werden müsste.
Davon hörte man nichts.
So müssen wir das Ruder in die Hand nehmen und zeigen, dass wir etwas machen können. Darüber müssen wir reden und informieren.
Ich war auch gesessen, hab geschrieben, layoutet und mit einem kleinen Team ein paar Seiten fertig gestellt. Die erste Ausgabe eines pdf- Magazins KlimaZone steht zum download bereit und wir hoffen, dass viele diese Ausgabe lesen und beginnen, den Lebensstil etwas zu verändern. Ist auch nur ein kleiner Schritt erstmal, aber wenn wir alles zusammen diesen gehen, dann wird das was Grosses.
Etwas strategisch konsumieren, etwas bewusster Reisen und die Mobilität verändern, dann noch ein wenig zu Hause einsparen und schon haben wir in einem Jahr mehr CO2 reduziert als die Damen und Herren für viele Jahre vereinbaren hätten können und nicht haben.
Das wäre ein Anfang. Machen wir das zusammen. Anders wird das nichts.

Lokaler Download-Link

Alternativer  Download- Link über Dropbox (Firefox unter Win macht Probleme)

Eine hochauflösende Version ist auch verfügbar, bitte direkt per mail anfordern.

1 Milliarde $

Sind ne ganze Menge Geld. Soviel wirds von der Weltbank für Indien geben, um das Wasser des Ganges zu reinigen und den Strom zu revitalisieren. Der Fluss ist wirklich schmutzig, voll mit Müll und die Bilder von sich darin waschenden Menschen wirken irgendwie abstossend.
Bei den rund 2500 km Länge sind das 400.000 Dollars pro Kilometer, mit den weiteren Mittel immerhin 1.6 Mio Dollar.
Da geht was, wenn ich mir das mal durchrechne. Das sind ganz schön viele Anlagen, die man dafür bauen kann.
Ich hoffe ja sehr, dass es nicht nur grosse technische Lösungen sind, die da finanziert werden sollten. Klar würde der Weltmarktführer in der “Waste water technologies” stark profitieren und damit sicher auch deutsche Arbeitsplätze.
Würde man jedoch breiter denken und an die Sache rangehen, könnte der gesamte Investitionsumfang von 4 Milliarden Dollar, wie ihn die Ganges-Behörde beziffert wesentlich effizienter wirken.
Bewachsene Bodenfilter für die Dörfer, Komposttoiletten mit Trennsystem und ein Müllbeseitigungskonzept könnten langfristig viel mehr bewirken, als die reine Symptombehandlung mittels Klärwerken.

Nun, man könnte natürlich auch andersherum vermuten. Geht es wirklich um den Fluss alleine, oder doch mehr um den Konzern der gerade Milliardenverluste meldet?

Architekturstudent Larsson will mittels Bakterien den Sand der Wüsten in feste Strukturen verwandeln und so eine Wiederbelebung realisieren. Ob dies ein gangbarer Weg ist oder nur ein Phantasieprodukt ist schwer vorherzusagen, doch ist der Ansatz sicherlich interessant und zeigt die Notwendigkeit der fortschreitende Wüstenbildung etwas entgegenzusetzen.
Auch mittels geschickter Auswahl von Saatgut und dem Einbringen von organischer Substanz um die Sandoberfläche der Dünen zu stabilisieren wurden bereits gute Ergebnisse erzielt die Ausbreitung der Wüsten zu stoppen.
Langfristig werden so neue Vegetationsbereiche geschaffen auf denen auch wieder Wälder wachsen könnten. Dann stabilisiert sich auch der lokale Wasserkreislauf und Lebensräume entstehen neu.

Hinweis: Es sind Werbeeinblendungen im Video.

40 Umweltminister kamen zusammen um Vorgespräche zu den Kopenhagener Treffen im Dezember zu führen.
Eine Sprecherin meinte, dass die Europäische Kommission für den Weltklimagipfel in Kopenhagen keinen rechtlich verbindlichen Vertrag erwartet und Europa nur nocnoch ein politisches Rahmenabkommen anstrebt.
Der Merkelsprecher Steegmans teilte mit, Frau Merkel wolle persönlich zum Gipfel reisen und gemeinsam mit den anderen europäischen Partnern darauf achten, dass ein Maximum erreicht werde.

Toll. Was ist das Maximum?

Dass die Mundwinkel doch mal Richtung oben zeigen?
Das Maximum der minimalen Maßnahmen?
Oder irgendwas ernsthaftes, angemessenes, also dem aktuellen Erkenntnisstand folgendes und beispielsweise keine neuen Kohlekraftwerke mehr zu lässt.
Mal ein klares Statement, dass es nur die regenerative Energien bringen werden und jede Weiterführung der Atomkraft den Ausbau der Alternativen behindert,- ja sogar verhindert?
Oder dass sie mal klar stellt, dass die natürlichen Systeme am besten den oxidierten Kohlenstoff in der Luft wieder entfernen können?
Und dann daraus ableitet, dass Wälder geschützt und neu geschaffen werden und Biomasse langfristig als Kohlenstoffspeicher beispielsweise mittels der hydrothermalen Karbonisierung umgebaut werden muss?
Dafür gehören Gelder freigemacht. Das hat Potential.
Das wäre ein kleiner Teil vom Maximalen.

Doch ehrlich, wer erwartet ernsthaft noch was von der ehemaligen Klimakanzlerin.
Ich nicht.

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