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Push-Pull

Kenia geht einen anderen Weg

Ein nachhaltiges Anbausystem zeigt einen Weg auf, wie ohne Kunstdünger und teueres Saatgut der Anbau von Feldfrüchten verbessert werden kann.

Der Schweizer  Agrarwissenschaftler Dr. Hans Rudolf  Herren hat das Erfolgsmodel das “Push-Pull” genannt wird in den letzten 20 Jahren entwickelt.

Als er anfing beobachtete er, dass sich die Erträge durch konventionelle Anbaumethoden nicht mehr steigern ließen, denn der ausgebrachte Dünger fördert nicht nur die Pflanzen, sondern auch Unkräuter und Schädlingen. Auch wird der Boden selbst durch den Düngereinsatz geschädigt und die Fruchtbarkeit geht zurück.

Inzwischen nutzen 25000 Kleinbauern in Kenia und Uganda die “Push-Pull”  Anbaustrategie. Sie beruht auf der Schaffung intakter Ökosysteme und setzt auf eine breite Beteiligung der Bauern. Sie werden aktiv in die Forschung und Entwicklung einbezogen.

So wird die Eigeninitiative auf dem Land wird gestärkt. Die 83 Jährige Oma Sarah Obama ist prominente Vertreterin der Bewegung und bewirtschaftet ihre Äcker selbst mit dieser Methode.

Am Beispiel des regional wichtigen Maisanbaues erkennt man, wie das System konzipiert ist.

Striga ein pflanzlicher Parasit schädigt Mais indem die Pflanze direkt an den Wurzeln in die Maispflanze hineinwächst. Wenn sie einmal auf den Äckern siedelt, ist sie mit herkömmlichen Methoden nicht mehr aufzuhalten.

Eine Bodendeckerpflanze in der Maiskultur hilft jedoch in dem sie Stringa unterdrückt und steigert sogar die Erträge der Maiskultur, da sie die Erosion vermindert und den Boden mit Stickstoff anreichert.

Am Rand des Ackers wird Napier Gras gepflanzt das dafür sorgt  dass die Schädlinge die normalerweise die Maiskolben faulen lassen angelockt werden und die Ernte verschont wird. So entsteht ein System das sich gegenseitig positiv beeinflusst.

Weiter ist sind die beiden Pflanzen ein eiweißreiches Viehfutter und so konnste sich sogar eine lokale Milchwirtschaft etablieren.

Strassenhändler verkaufen die Samen und Produkte der Landwirte.

So profitieren die lokalen Strukturen in Kenia, die Ernährungssituation verbessert sich und Binnenwirtschaft wird belebt, da alle Profite bei den Einheimischen verbleiben.

Diese Art der Landbewirtschaftung ist nicht nur für Afrika ein Weg, die Methode zeigt auch wie wir in Europa mit unseren Anbauflächen umgehen sollten, um langfristig gute Erträge zu erzielen. Die Kombination von Pflanzen, die sich gegenseitig ergänzen, fördert nicht nur die Kulturen selbst, sondern zeigt auch einen finanziell durchaus lukrativen Weg auf, da teueres Spezialsaatgut und “Pflanzenschutzmittel” nicht gekauft werden müssen.

Leider wird inzwischen sogar bei Biobetrieben grossflächig in Monokulturen angebaut und der ursprünglich gute Gedanke des ökologischen Landbaues wurde stark verwässert.

Mehr über das Nachhaltigkeisprojekt finden Sie hier:

www.push-pull.net

beispielsweise eine Schritt für Schritt Anleitung: http://www.push-pull.net/step.shtml

Freak-Strom

Der Golfstrom strömt entlang der Atlantikküste und ist Teil des globalen Strömungssystem. Er transportiert die Wärme aus Mittelamerika, dem Golf von Mexiko nach Nordosten und teilt sich dann, um als Nordatlantikstrom Europa mit Wärme zu versorgen.
Er ist Ursache für unsere milde europäische Klimazone und die vergleichsweisen warmen Winter.
England versinkt derzeit im Schnee und www.dailykos.com meldet, dass eine aussergewöhnliche Strömung, der Freakstrom eine Verbindung zwischen dem Golfstrom und der West-Grönland-Strömung erzeugt hat.
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Frohes Fest!

Allen meinen Lesern und Unterstützern wünsche ich ein geruhsames und frohes Weihnachtsfest.

Selbst werde ich etwas Ruhe einkehren lassen und versuchen über die kommenden Schritte nachzudenken. Schwerpunkte müssen herausgearbeitet werden und die Aktivitäten darauf angepasst werden.
Auch wird das neuste Projekt “KlimaZone” weiter geformt, nachdem die Erstausgabe auf durchwegs positive Resonanz gestossen ist.

Euer
Bernd

Alle Welt hat die letzten beiden Wochen nach Dänemark geschaut und der Minimalkompromiss macht wirklich nicht glücklich.
Ich war hier ruhig, – nichts gebloggt-, hab mich über die Vorab- Absagen der Kanzlerin gewundert, denn eigentlich sind weitreichende Absprachen ja ein positiver Wirtschaftsfaktor für die Nummer Eins der Umwelttechnologien Deutschland.
Der US-Präsident sprach von einem Schritt der erreicht wurde und nicht nur ich bin enttäuscht, nicht nur von ihm, nein, von allen dort.
Da wird vom 2° Ziel gesprochen und die Wissenschaft und aktuellen Rechenmodelle meinen, dass für dieses Ziel bis 2030 ein Nullausstoß weltweit erreicht werden müsste und ab 2030 eine aktive CO2 Entfernung aus der Atmosphäre begonnen werden müsste.
Davon hörte man nichts.
So müssen wir das Ruder in die Hand nehmen und zeigen, dass wir etwas machen können. Darüber müssen wir reden und informieren.
Ich war auch gesessen, hab geschrieben, layoutet und mit einem kleinen Team ein paar Seiten fertig gestellt. Die erste Ausgabe eines pdf- Magazins KlimaZone steht zum download bereit und wir hoffen, dass viele diese Ausgabe lesen und beginnen, den Lebensstil etwas zu verändern. Ist auch nur ein kleiner Schritt erstmal, aber wenn wir alles zusammen diesen gehen, dann wird das was Grosses.
Etwas strategisch konsumieren, etwas bewusster Reisen und die Mobilität verändern, dann noch ein wenig zu Hause einsparen und schon haben wir in einem Jahr mehr CO2 reduziert als die Damen und Herren für viele Jahre vereinbaren hätten können und nicht haben.
Das wäre ein Anfang. Machen wir das zusammen. Anders wird das nichts.

Lokaler Download-Link

Alternativer  Download- Link über Dropbox (Firefox unter Win macht Probleme)

Eine hochauflösende Version ist auch verfügbar, bitte direkt per mail anfordern.

1 Milliarde $

Sind ne ganze Menge Geld. Soviel wirds von der Weltbank für Indien geben, um das Wasser des Ganges zu reinigen und den Strom zu revitalisieren. Der Fluss ist wirklich schmutzig, voll mit Müll und die Bilder von sich darin waschenden Menschen wirken irgendwie abstossend.
Bei den rund 2500 km Länge sind das 400.000 Dollars pro Kilometer, mit den weiteren Mittel immerhin 1.6 Mio Dollar.
Da geht was, wenn ich mir das mal durchrechne. Das sind ganz schön viele Anlagen, die man dafür bauen kann.
Ich hoffe ja sehr, dass es nicht nur grosse technische Lösungen sind, die da finanziert werden sollten. Klar würde der Weltmarktführer in der “Waste water technologies” stark profitieren und damit sicher auch deutsche Arbeitsplätze.
Würde man jedoch breiter denken und an die Sache rangehen, könnte der gesamte Investitionsumfang von 4 Milliarden Dollar, wie ihn die Ganges-Behörde beziffert wesentlich effizienter wirken.
Bewachsene Bodenfilter für die Dörfer, Komposttoiletten mit Trennsystem und ein Müllbeseitigungskonzept könnten langfristig viel mehr bewirken, als die reine Symptombehandlung mittels Klärwerken.

Nun, man könnte natürlich auch andersherum vermuten. Geht es wirklich um den Fluss alleine, oder doch mehr um den Konzern der gerade Milliardenverluste meldet?

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